Wusstet ihr, dass ...
… Käfighaltung bei Kaninchen tierschutzwidrig ist? – So kannst du das Leben deiner Kaninchen sofort verbessern
Stell dir vor: Du bist dein ganzes Leben lang in einem winzigen Raum gefangen. Du kannst dich kaum bewegen, nicht springen, nicht rennen. Genau so geht es Kaninchen, die in kleinen Käfigen gehalten werden.
Kaninchen sind lebendige, energiegeladene Tiere. In freier Wildbahn flitzen sie mit bis zu 40 km/h über Wiesen, graben Höhlen, verstecken sich und erkunden neugierig ihr Umfeld. Ihr natürlicher Bewegungsdrang ist enorm und ein kleiner Käfig nimmt ihnen all das.
Gerade wenn mehrere Kaninchen zusammenleben, benötigen sie nicht nur ausreichend Platz, sondern auch eine durchdachte Struktur im Gehege. Sie müssen sich aus dem Weg gehen können, Ruhebereiche haben und gleichzeitig Platz zum Spielen und Rennen finden. Ein gutes Gehege besteht deshalb nicht nur aus Quadratmetern – es braucht Ebenen, Sichtschutz, Verstecke, Buddelmöglichkeiten und klar getrennte Funktionsbereiche für Fressen, Ruhen und Aktivität.
Der Deutscher Tierschutzbund empfiehlt:
• Mindestens 6 m² Fläche pro Kaninchen,
• plus 20 % für jedes weitere Kaninchen.
Für uns sollte das jedoch nicht das Ziel, sondern die absolute Mindestvoraussetzung sein. Wir setzen deutlich mehr als diese 6 m² voraus, denn mehr Platz bedeutet mehr Bewegung, weniger Stress und mehr Lebensqualität. Alles darunter ist nicht artgerecht. Ein kleiner Käfig widerspricht dem natürlichen Verhalten der Tiere und kann zu Stress, Verhaltensstörungen und gesundheitlichen Problemen führen.
Entscheidend ist außerdem:
Die Fläche muss gut strukturiert sein. Eine große, leere Fläche reicht nicht aus.
Kaninchen brauchen:
• mehrere Rückzugsorte mit mindestens zwei Ausgängen,
• Buddelkisten oder Erdebereiche,
• erhöhte Liegeflächen oder Podeste,
• Sichtschutz durch Tunnel, Weidenbrücken oder Kartons,
• getrennte Futter- und Ruhebereiche.
Was kannst du jetzt konkret tun?
Es geht nicht darum, alles perfekt zu machen – jeder kleine Schritt zählt. Schon wenige Veränderungen können das Leben deiner Kaninchen stark verbessern:
• Käfig abschaffen statt erweitern: Schaffe ein dauerhaftes, großzügiges Gehege mit deutlich mehr als 6 m² Grundfläche.
• Struktur schaffen: Nutze Ebenen, Häuschen, Tunnel und Buddelkisten, um das Gehege abwechslungsreich zu gestalten.
• Freilauf ermöglichen: Je mehr tägliche Bewegungsfreiheit, desto besser.
• Schrittweise vergrößern: Jeder zusätzliche Quadratmeter und jede neue Struktur erhöht die Lebensqualität spürbar.
Wichtig ist uns außerdem zu erwähnen: Das Gehege muss nicht unserem menschlichen Auge „schön“, aufgeräumt oder minimalistisch erscheinen. Es geht nicht darum, dass es aussieht wie aus einem Wohnmagazin oder perfekt zur Einrichtung passt.
Kaninchenhaltung ist kein Dekorationskonzept. Sie ist Verantwortung für lebendige Tiere mit ganz eigenen Bedürfnissen.
Ordnung, klare Linien und freie Flächen mögen für uns ästhetisch wirken, für Kaninchen bedeuten sie oft Unsicherheit. Eine große, leere Fläche ohne Verstecke wirkt aus ihrer Sicht bedrohlich. In der Natur bewegen sie sich durch strukturierte, geschützte Bereiche mit Büschen, Höhlen und Unebenheiten. Genau dieses Gefühl von Sicherheit sollten wir nachahmen.
Entscheidend ist allein, dass sich die Kaninchen sicher, geborgen, beschäftigt und frei fühlen. Ein aus Kaninchensicht perfektes Gehege darf deshalb ruhig „unordentlich“ wirken: mit Tunneln, die sich kreuzen, Kartons in verschiedenen Höhen, Buddelkisten, verstreutem Heu, Sichtschutz und mehreren Rückzugsorten. Verwinkelt statt leer. Natürlich statt steril. Abwechslungsreich statt dekorativ.
Vielleicht liegt dort Heu neben der Buddelkiste. Vielleicht steht ein Häuschen nicht symmetrisch. Vielleicht ist der Boden nicht durchgehend „schön“, sondern mit Matten, Teppichen oder PVC geschützt.
Das ist völlig in Ordnung, denn es geht nicht darum, dass wir uns im Gehege wohlfühlen, sondern dass unsere Kaninchen es tun.
Wenn wir beginnen, mit den Augen eines Kaninchens zu denken, verändert sich der Blick:
Nicht „Sieht das ordentlich aus?“, sondern „Fühlt es sich sicher an?“
Nicht „Passt das zur Wohnung?“, sondern „Ermöglicht es natürliches Verhalten?“
Ein gutes Gehege orientiert sich immer an den Bedürfnissen der Tiere – nicht an unserem Geschmack. Und genau das macht verantwortungsvolle, artgerechte Haltung aus.
Kleine Schritte – große Wirkung
Frag dich: Was kann ich heute verändern? Kann ich mehr Fläche schaffen? Das Gehege spannender strukturieren? Einen neuen Rückzugsort einbauen? Schon kleine Verbesserungen machen für Kaninchen einen enormen Unterschied.
Fazit: Artgerechte Kaninchenhaltung beginnt bei dir.
Kaninchen schenken uns Vertrauen, Zuneigung und Freude. Sie verdienen nicht das Minimum – sie verdienen ein Umfeld, das ihrem natürlichen Verhalten wirklich gerecht wird. Mehr als 6 m², gut strukturiert und durchdacht. Das sollte unser Anspruch sein.
Fang heute an, deine Kaninchen werden es dir danken.
… Impfungen für Kaninchen lebenswichtig sind?
Wenn du Kaninchen liebst, möchtest du natürlich nur das Beste für sie – ein sicheres Zuhause, gutes Futter, liebevolle Pflege und ganz viel Zuneigung. Aber es gibt etwas, das noch wichtiger ist als Liebe und frisches Gemüse: der richtige Impfschutz. Denn ohne ihn sind selbst die glücklichsten Kaninchen in großer Gefahr.
Unsichtbare Bedrohung – warum dein Kaninchen Schutz braucht
Myxomatose und RHD (Rabbit Haemorrhagic Disease, auch Chinaseuche genannt) sind hoch ansteckende Viruskrankheiten, die in den meisten Fällen tödlich enden. Und das Heimtückische daran: Du kannst dein Kaninchen ungewollt selbst anstecken – auch wenn es nie nach draußen kommt.
Die Viren werden durch Insekten wie Mücken oder Fliegen, aber auch über Heu, Grünfutter oder sogar über Schuhe und Kleidung übertragen. Ein kurzer Moment reicht, und das Kaninchen kann erkranken.
Nur eine Impfung kann dein Kaninchen wirksam schützen.
Die tödlichen Krankheiten im Überblick
Myxomatose – die Kaninchenpest
Diese Krankheit wird durch Stechmücken, Flöhe oder direkten Kontakt übertragen. Sie verursacht schwere Schwellungen, besonders im Kopfbereich, und führt oft zu einem qualvollen Tod. Eine Behandlung gibt es nicht – nur die Impfung kann schützen.
RHD – Rabbit Haemorrhagic Disease (Chinaseuche)
RHD tritt in zwei Formen auf, RHDV-1 und RHDV-2. Beide verlaufen meist tödlich, oft innerhalb weniger Stunden. Besonders RHDV-2 ist gefährlich, da sie auch Feldhasen betrifft und sich rasend schnell verbreitet. Viele Halter bemerken erst zu spät, dass ihr Kaninchen infiziert ist – meist kommt jede Hilfe zu spät.
Warum die Impfung so wichtig ist
Sie rettet Leben. Gegen Myxomatose und RHD gibt es keine Heilung – aber sehr wirksame Impfstoffe. Eine einzige Spritze kann den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.
Auch Wohnungskaninchen sind gefährdet
Selbst wenn dein Kaninchen nie das Haus verlässt, ist es nicht sicher. Viren können durch Heu, Insekten oder deine Kleidung eingeschleppt werden. Der Gedanke, dass so ein kleiner Zufall das Leben deines Lieblings beenden könnte, ist schwer zu ertragen – doch genau das kann eine Impfung verhindern.
Moderne Impfstoffe schützen umfassend
Heute gibt es Kombinationsimpfstoffe, die gleichzeitig gegen Myxomatose, RHDV-1 und RHDV-2 schützen. Damit ist dein Kaninchen rundum abgesichert – und du musst dir weniger Sorgen machen.
Wann und wie oft sollte geimpft werden?
• Erstimpfung: Bereits ab einem Alter von 5 Wochen möglich
• Auffrischung: Regelmäßige Wiederholungen sind nötig, um den Schutz aufrechtzuerhalten
• Tierarztberatung: Lass dich von deinem Tierarzt individuell beraten – er stellt den optimalen Impfplan für dein Kaninchen zusammen
Als Kaninchenhalter*in trägst du Verantwortung für ein empfindsames, neugieriges und schutzbedürftiges Lebewesen. Impfungen sind kein „Kann“, sondern ein Muss, wenn du dein Tier wirklich schützen willst.
Es geht nicht nur um dein eigenes Kaninchen – jede Impfung hilft auch dabei, die Ausbreitung dieser tödlichen Krankheiten zu stoppen.
Denn Liebe bedeutet Schutz – und Schutz beginnt mit der Impfung.
… nicht Jeder zu Jedem passt?
Vergesellschaftungen sind ja per se schon eine schwierige Angelegenheit, viele von uns haben sicher schon eine oder mehrere durchgeführt und werden mir da vermutlich zustimmen.
Natürlich hängt der Erfolg einer Vergesellschaftung von einigen wichtigen Dingen ab, die es den Kaninchen leichter machen, sich miteinander anzufreunden. Aber was manche von euch eventuell noch nicht wussten ist, dass es nicht nur auf das gewählte Territorium oder die Größe dieses ankommt oder auch um wie viele Tiere es sich dreht ... Nein, es kommt auch darauf an, wen ihr versucht mit wem zu vergesellschaften. Erst einmal kann man sagen, dass die Größe der Tiere vollkommen egal ist. Beim Alter sieht es schon etwas anders aus, man sollte besser nicht ein Jungtier zu einem Senioren setzen.
Aber was den Erfolg einer Vergesellschaftung sehr beeinflussen kann, ist das Geschlecht der Tiere! Männer können halt richtige Machos sein und Frauen totale Zicken.
Zwei Kaninchen miteinander zu vergesellschaften ist sicher das 'Einfachste', aber man kann es sich noch ein wenig einfacher machen, wenn man eine Häsin und einen kastrierten Rammler zueinander bringt. Bei mehreren Tieren hängt es bei einer ungeraden Zahl natürlich vom Charakter ab, aber im Zweifelsfall ist es erfahrungsgemäß besser eine Häsin mehr zu haben als einen Kastraten. Bei einer geraden Zahl bietet es sich natürlich 50:50 an. (siehe Schema auf Kaninchenwiese)
Viel Erfolg! :-)
… es keine Pflicht ist, ein Haustier zu haben?
Wir bekommen mittlerweile täglich viele Anfragen, in denen es darum geht, ein Kaninchen abzugeben. Man hat keine Zeit, es ist zu aufwendig, es kostet zu viel, etc etc. Das ist ja auch absolut in Ordnung, dafür wollen wir ja da sein, um sowohl Mensch als auch Tier zu helfen.
Wir haben schon so viele tolle Menschen kennengelernt, die -aus welchen Gründen auch immer- ein neues Zuhause für ihr Kaninchen suchen mussten. Sie waren wirklich besorgt und bemüht, das beste Heim für ihr Tier zu finden und dem ein oder anderen konnten wir dabei helfen.
Das Verhalten mancher Menschen macht uns jedoch immer wieder sprachlos. Ein Mensch war total pikiert, als wir ihn nach dem Impfstatus seiner Tiere fragten. Wir seien doch ein Tierschutzverein. Es sei doch unsere Aufgabe, die Tiere aufzunehmen, zu versorgen und (wenn uns das denn wichtig erscheine), sie impfen zu lassen. Wir sind immer wieder fassungslos, wie Menschen uns und andere Tierschutzvereine sehen. Als Institution, deren Job es ist, plötzlich unerwünschte Haustiere aufzunehmen und zu versorgen. Vielen scheint gar nicht bewusst zu sein, welche Kosten und welchen Zeitaufwand dies verursacht. Zudem muss ja auch der nötige Platz auf den Pflegestellen vorhanden sein. Man ist teilweise beleidigt, wenn man nach einer Spende für den Verein gefragt wird oder wir das Tier zwecks mangelnder Pflegestelle nicht aufnehmen können.
Einem anderen Menschen, der sich für einen unserer kastrierten und geimpften Rammler interessierte, war die Schutzgebühr von 100€ zu hoch. Wer mit seinem Kaninchen schon einmal beim Tierarzt war und die aktuellen Gebühren kennt, weiß, dass dieser Betrag nicht einmal annähernd den Kosten für Kastration und Impfung entspricht…
Uns tun Tiere mit solchen Besitzerin unsagbar leid. Wir helfen den Tieren gerne und es ist natürlich auch unsere freiwillige Entscheidung. Trotzdem macht uns die Ignoranz mancher Menschen immer wieder traurig. Wir sind für jedes Anliegen und jede persönliche Notsituation offen. Aber wir wünschen uns etwas Respekt, besonders dem eigenen Haustier gegenüber. Es hat nur dieses eine Leben, so wie wir alle. Und man sollte sich immer wieder fragen, ob man sein eigenes Leben mit dem seines Tieres tauschen möchte…
… es kostspielig ist, ein Kaninchen artgerecht zu versorgen?
Wer den Beitrag oben gelesen hat, weiß, dass wir regelmäßig mit Unverständnis zu kämpfen haben, wenn es um Geld geht. Sobald das Thema zur Sprache kommt, wird die Stimmung oft eisig und manche Leute sagen dann, "Es ist doch nur ein Kaninchen, das kann doch nicht so viel kosten!"
Im oberen Beitrag kam das Thema schon kurz zur Sprache, aber ich möchte nochmal gesondert einen kurzen Überblick geben, was für uns und für jede einzelne Pflegestelle für Kosten entstehen, ein Tier artgerecht zu versorgen, wenn auch nur auf Zeit, bis wir ein tolles Zuhause für das Kaninchen gefunden haben (was teilweise mehrere Wochen sein können). Diese Beträge sind geschätzt, aber eher zu niedrig als zu hoch und der Verein hat noch das wahnsinniges Glück, dass wir kooperierende Tierärzte haben, die uns, so weit es ihnen möglich ist, finanziell entgegenkommen. Und dafür sind wir sehr dankbar!
Hier mal ein kurzer Überblick über die Kosten für ein Kaninchen, die mir spontan eingefallen sind:
Impfung ~60€
Kastration der Rammler ~ 100€
Futterkosten pro Woche ~20€ (im Winter sicher einiges höher, da Frischfutter dazu gekauft werden muss)
Einstreu, Stroh, Heu pro Woche ~5€ (hier gilt das Gleiche, im Winter erhöhen sich die Kosten)
Ausstattung (Gehege, Ställe, etc) durchschnittlich pro Tier ~100€ (evtl. einmalig)
Fahrtkosten: Ich bin gestern z.B. nach Saarbrücken gefahren (knappe 100km eine Tour), um zwei Kaninchen zurückzubringen nach einer gelungenen Vergesellschaftung, wo die junge Besitzerin kein Auto hat. Und das ist kein Einzelfall.
Arbeitszeit: Jeder weiß, Zeit ist Geld und Zeit ist unbezahlbar! Und jeder von uns macht das ehrenamtlich 'nebenbei'.
So, damit wären wir bei mindestens 285€ pro Tier. Ja, einiges sind einmalige Kosten, aber es gibt auch genug laufende Kosten. Wenn zum Beispiel die Rammler bei uns kastriert werden, dann ist klar, dass sie 4-6 Wochen mindestens bei uns bleiben müssen, um ihre Quarantäne 'abzusitzen'. Und dann sind 60 bzw. 100€ zu viel??? Was ist los mit diesen Leuten?? Einmal Wocheneinkauf kostet mehr als ein wunderbares, zauberhaftes Lebewesen (also, natürlich mindestens zwei!)!
… Riesen eine Qualzucht sind?
Ich habe mal in einem Podcast gehört, Qualzucht kann nicht nur bellen und miauen, sondern das Problem ist viel komplexer.
Wie wahr das ist, hab ich in den vergangenen 3,5 Jahren schmerzlich erfahren müssen. Meine Familie Stups bestand aus 10 wunderbaren Scheckriesen-Kaninchen. Ich habe sie nicht unbedingt gewollt, sie kamen zu uns weil wir Platz hatten, sie gerettet werden mussten und ich Tiere liebe. Erst waren es nur acht, alle gleich alt, etwa 5 Monate. Kurz darauf kam Lotte dazu, etwa ein halbes Jahr älter. Sie konnte kaum stehen, geschweige denn laufen, sie hatte schlimme Arthrose, ein echter Stallhase. Später kam dann noch Lilly dazu, etwa ein halbes Jahr jünger.
Alle 10 kamen aus der gleichen Zucht und alle entwickelten die gleichen lethalen Probleme.
Keines meiner Tiere wurde überhaupt 4 Jahre alt, Lilly starb mit 1,5 Jahren und Ello wäre im Oktober vier geworden, leider mussten wir ihn im August einschläfern lassen.
Warum sterben Riesen oft so jung? Im Grunde muss man sagen, sie sind nicht gemacht für's Leben. Die Masse, die die Knochen tragen müssen und die Organe 'bearbeiten' müssen ist viel zu groß als dass der Körper ein 'normales', artgerechtes Leben mit viel Platz in Außenhaltung lange aushalten kann. Somit sterben sie oft sehr jung, meist an Arthrose, Herz- und/oder Kreislaufproblemen.
Nur weil die Menschen meinen, es sei grandios, Tiere zu züchten, die in kürzester Zeit enorm an Masse zulegen, damit sie ein schönes Abendessen geben, sind die Riesenkaninchen dazu verdammt zu leiden. Unsere Kaninchen wiegen im Durchschnitt 7 Kilogramm, und das ist noch nicht einmal unbedingt viel.
Welches Lebewesen sollte so jung sterben, nur weil die Zucht es so vorsieht??? KEINES!
Qualzuchten sind gegen das Tierschutzgesetz und wir sollten ALLE dafür sorgen, dass kein Tier, sei es Hund, Katze, Kaninchen, oder oder oder, weiter gezüchtet wird, nur weil sie hübsch sind oder weil sie für uns Menschen vorteilhaft sind! Die Tiere leiden meist im Stillen!
… Kaninchen und Hasen ganz unterschiedliche Tiere sind?
Eine kurze Zusammenfassung:
Kaninchen und Hasen sind entfernte Verwandte und gehören beide zu den Hasenartigen und nicht zu den Nagetieren. Der Unterschied zu den Nagetieren ist, dass die Hasenartigen ein zusätzliches Zahnpaar hinter den oberen Nagezähnen besitzen, die sogenannten Stiftzähne.
Kaninchen und Hasen sind dennoch sehr unterschiedliche Lebewesen.
-Hasen leben im freien Feld, Kaninchen leben im selbstgebuddelten Bau unter der Erde.
-Kaninchen sind gesellige Tiere, die in Gruppen leben. Hasen hingegen sind Einzelgänger und kommen nur in der Paarungszeit zusammen.
-Kaninchen kommen blind, taub und nackt zur Welt. Sie werden unter der Erde im Bau geboren und aufgezogen.
Hasen werden mit Fell und offenen Augen geboren und werden viel schneller flügge. Dies liegt mitunter daran, dass sie in einer Kuhle auf dem Feld geboren werden und dadurch nicht so geschützt sind wie Kaninchenjunge.
Die oft angebotenen sogenannten „Schlachthasen“ oder „Stallhasen“ sind in der Regel übrigens auch Kaninchen.
Ihr erkennt den Unterschied zwischen Kaninchen und Hasen auch am Körperbau. Schaut euch einfach mal ein paar Bilder im Internet an. 😊
… man beim Fund von Wildtieren Achtung geben muss?
Heute wurde bei uns ein junger Feldhase als Fundtier abgegeben. Anfangs war nicht klar, Kaninchen oder Hase ... schlussendlich ... es ist ein Feldhase.
Es ist wirklich sehr sehr lobenswert, ausgesetzte Tiere einzufangen bzw. zu retten, aber bitte seid aufmerksam, es gibt leider nicht mehr sehr viele Feldhasen oder Wildkaninchen bei uns, aber grad bei den Hasen ist es so, dass die Mama sie bereits kurz nach der Geburt 'auf dem Feld verteilt' und sie sind recht kurz nach der Geburt schon überlebensfähig bzw. die Mama kommt ein- bis zweimal am Tag zum Säugen. Aber Feldhasenjunge sind schon nach wenigen Wochen überlebensfähig.
Bitte schaut immer genau, ist es wirklich ein ausgesetztes, domestiziertes Kaninchen oder ist es nicht vielleicht doch ein Feldhasen- oder Wildkaninchenjunges, welches man am Besten einfach 'sitzen lässt', weil die Mama sich schon drum kümmern wird.
Häufige Fragen zur Kaninchenhaltung
Wie oft sollten Kaninchen geimpft werden?
Unsere Kaninchen erhalten regelmäßige Impfungen gegen Myxomatose und RHD, meist jährlich.
Warum ist Kastration wichtig?
Kastrierte Rammler sind ruhiger und verträglicher, was die Vergesellschaftung erleichtert. Auch wird weiterer Nachwuchs vermieden.
Was fressen Kaninchen am liebsten?
Frisches Heu, Blattgemüse wie Bittersalte, Kräuter und etwas Gemüse wie Karotten, Brokkoli oder Gurke sind ideal.
Wie viel Platz brauchen Kaninchen?
Mindestens 6 qm Gehegefläche pro Tier, besser mehr.
Wie erkennt man, ob Kaninchen glücklich sind?
Sie zeigen entspanntes Verhalten, hoppeln und putzen sich gegenseitig.